HFP Fachexperte/-in Operationsbereich

Die FachexpertInnen Operationsbereich arbeiten im Operationsbereich in einem hochkomplexen Arbeitsfeld. Der Operationsbereich versteht sich als geschlossene Arbeitseinheit mit vielfältigen bereichsübergreifenden Schnittstellen.

Das Arbeitsfeld ist äusserst dynamisch und geprägt durch:

  • anspruchsvolle Arbeits-, Personal- und Patientensituationen
  • ständige Wechsel in die unterschiedlichsten Fachdisziplinen
  • Unvorhersehbarkeit und Notfälle
  • technische und logistische Herausforderungen
  • rasante medizinisch-technische Entwicklungen.

Weitere massgebende Einflussfaktoren sind:

  • der zunehmende Kostendruck
  • der differenzierte Leistungsnachweis
  • das geforderte Qualitäts- und Risikomanagement
  • die Gesetzgebung und die betrieblichen Vorschriften.

Die FachexpertInnen Operationsbereich sind befähigt, aufgrund ihres spezialisierten Fachwissens die fachliche Führung im Operationsbereich zu übernehmen, in der strategischen Ausrichtung der Fachentwicklung eine zentrale Funktion auszuüben und die fachliche Vernetzung zwischen den institutionellen Ebenen und den Hierarchiestufen sicherzustellen.

Sie üben eine fachbereichsspezifische Experten- und Beratungstätigkeit aus zur Unterstützung des Teams in komplexen Operationssituationen.

Sie fördern, entwickeln und erwirken eine kontinuierliche Verbesserung der Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit in der Behandlung und Pflege der Patientinnen und Patienten im Operationsbereich.

Sie berücksichtigen eine ganzheitliche Sichtweise des Kontextes und der Organisation des Operationsbereichs und hinterfragen die Berufspraktiken kontinuierlich.

Sie verfolgen künftige medizinische und technische Entwicklungen im Gesundheitsbereich sowie Veränderungen rechtlicher Vorschriften und ethischer Grundsätze des Berufsstandes. Sie antizipieren mögliche Auswirkungen auf ihren Fachbereich und unterbreiten der vorgesetzten Stelle Optimierungsvorschläge.

Sie bauen das für ihren Fachbereich notwendige Netzwerk auf und pflegen dieses. Sie gewährleisten eine effektive und effiziente inter- und intradisziplinäre Zusammenarbeit.

Die Höhere Fachprüfung für Fachexpertin / Fachexperten Operationsbereich basiert auf der Prüfungsordnung und der Wegleitung zur Prüfungsordnung.

Zulassung

Gemäss Prüfungsordnung, Ziff. 3.31 und Wegleitung, Ziff. 3 wird zur Abschlussprüfung zugelassen, wer:

a) einen Ausweis als „dipl. Fachfrau Operationstechnik HF“ bzw. als „dipl. Fachmann Operationstechnik
    HF“; oder

    als „dipl. Pflegefachfrau Operationsbereich FA SBK“ / „dipl. Pflegefachmann Operationsbereich FA SBK“;
    oder

    einen gleichwertigen Abschluss besitzt;

b)    zum Zeitpunkt der Anmeldung das Total der geforderten Berufserfahrung im Operationsbereich nachweist, entsprechend einem Äquivalent von vier Jahren zu einem Beschäftigungsgrad von 100%.

In jedem Fall muss zum Zeitpunkt der Anmeldung eine lückenlose Anstellung von mindestens 60% während der letzten zwei Jahre nachgewiesen werden. Unterbrüche in der tatsächlichen Berufserfahrung sind zulässig.Die erforderliche Berufserfahrung ist mittels Arbeitsbestätigungen nachzuweisen.

c)    über die erforderlichen Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen
        verfügt; 

d)    über das Strahlenschutz-Zertifikat „Sachkunde“ einer vom BAG anerkannten
        Schule/Institution verfügt.

Vorbehalten bleibt die fristgerechte Überweisung der Prüfungsgebühr nach Ziff. 3.41 der Prüfungsordnung und die rechtzeitige und vollständige Abgabe der Diplomarbeit (Die genaue Abgabefrist wird im Ausschreibungstext definiert).

Der Entscheid über die Zulassung zur Prüfung wird den KandidatInnen mindestens sechs Monate vor Beginn der Prüfung schriftlich mitgeteilt. Ein ablehnender Entscheid enthält eine Begründung und eine Rechtsmittelbelehrung.

Ausschreibung

In Erarbeitung

Gleichwertigkeit

In Erarbeitung

Bildungsanbieter

In Abklärung

Trägerschaft

Die folgenden Organisationen der Arbeitswelt bilden die Trägerschaft:

     

    Qualitätssicherungskommission

    Die Qualitätssicherungskommission ist gemäss der Prüfungsordnung für folgende Aufgaben zuständig:

    Sie:

    • sorgt für die Qualitätsentwicklung und -sicherung, insbesondere für die regelmässige Aktualisierung des Qualifikationsprofils entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes;
    • erstellt Budget und Abrechnung und legt diese der Trägerschaft zur
      Genehmigung vor;
    • setzt unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Trägerschaft die
      Prüfungsgebühren fest;
    • setzt den Zeitpunkt und den Ort der Abschlussprüfung fest;
    • bestimmt das Prüfungsprogramm;
    • veranlasst die Bereitstellung der Prüfungsaufgaben und führt die
      Abschlussprüfung durch;
    • legt die Inhalte der Module und Anforderungen der Modulprüfungen fest;
    • anerkennt die Modulangebote der einzelnen Anbieter;
    • setzt die Gültigkeitsdauer der Modulabschlüsse fest, überprüft periodisch die
      Aktualität der Modulbeschreibungen in der Wegleitung und veranlasst deren
      Überarbeitung;
    • entscheidet über die Anerkennung bzw. Anrechnung anderer Abschlüsse und
      Bildungsleistungen;
    • entscheidet über die Zulassung zur Abschlussprüfung sowie über einen
      allfälligen Prüfungsausschluss;
    • überprüft die Modulabschlüsse beurteilt die Abschlussprüfung und
      entscheidet über die Erteilung des Diploms;
    • behandelt Anträge und Beschwerden;
    • berichtet den übergeordneten Instanzen und dem Staatssekretariat für
      Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) über ihre Tätigkeit.

    Das Nominationsverfahren der Mitglieder der Qualitätssicherungskommission wird im Frühling 2016 lanciert.

    Downloads

    Prüfungsordnung HFP Fachexpertin/Fachexperte Operationsbereich 02.02.2016
    Wegleitung zur Prüfungsordnung HFP Fachexpertin/Fachexperte Operationsbereich 01.06.2016